Donnerstag, 2. Juli 2015

Zur Unendlichkeit und noch viel weiter...

...sagt mal ein ziemlich bekannter Astronaut. Allerdings dachte er dabei wohl weniger an "Infinity the Game". Aber ich möchte dies in diesem Beitrag tun, mich dabei primär auf meine Armee beziehen.

Das Spiel



Kurz gesagt ist in Infinity ein SciFi Skirmisher, dessen Besonderheit darin liegt, dass man auch während des gegnerischen Zuges aktiv werden kann. Denn die Figuren können auf die Aktionen des Gegners reagieren. Ich muss also nicht hilflos mit ansehen wenn der Gegner mit einem Flammenwerfer um die Ecke kommt und mich grillt. Wenn ich flink genug bin, dann liegt er evtl. selbst am Boden bevor er an den Abzug kommt.

Aber das soll es dazu schon gewesen sein. Wer mehr dazu wissen möchte der findet hier mehr:




Die Miniaturen

Die Qualität der Miniaturen sucht aktuell seines Gleichen. In Sachen Detailgrad und Passgenauigkeit gibt es aktuell keine Konkurrenz. Einige sind ähnliche gut, aber auch viele schlechter. Erreicht wird dies dadurch, dass die Modelle direkt am Computer designet werden und auch vom Computer die Gussformen erstellt werden. Alle Modelle sind aus Metall.

Der Maßstab ist dabei 28mm im annähernd Real Scale (vgl. Warhammer Heroscale). Proportionen sind meist sehr realistisch, haben SciFi Elemente und haben manchmal den Hang zum Manga. Auch zeichnen sie sich durch realistischen und emotionsgeladenen Positionen aus.

Ebenfalls gibt es relativ viele weibliche Miniaturen, welche einen gewissen Sexappeal nicht vermissen lassen. Wargaming ist nun mal eine Männerdomäne, wer will es ihnen übel nehmen.

Hier mal ein paar Beispiele.








Meine Äffchen

Wie bei jeder neuen Armee sollte man die Miniaturen wählen die einem gut gefallen. Nun ist es bei Infinity schwer eine Miniatur zu finden die nicht gut aussieht. Aber die Morats aus der Combined Army haben mir als erstes zugesagt.

Und so hab ich mir ein paar Püppchen gekauft und direkt drauf losgemalt. Aber sehr selbst.






Das soll erst mal gewesen sein. Den nächsten Püppis wird aber schon drohend mit dem Pinsel gewinkt. :-)

PS: alle Bilder sind entweder direkt von mir, oder von der Infinity Webseite

Dienstag, 9. Juni 2015

Hero Quest - Das Urgestein der Dungeon Crawler!?!

Das Spiel

Eine Weile ist es nun schon her, dass ich mir eine eigene Version von Hero Quest zugelegt habe. Als Kind und Jugendlicher habe ich diese Spiel förmlich gesuchtet und damit holte ich mir auch ein wenig Kindheit wieder ins Haus.




Hero Quest ist ein klassischer Dungeon Crawler. Sprich, bis zu 4 Helden kämpfen sich durch einen Dungeon und besiegen Monster und finden Schätze. Dabei ist dies relativ einfach gestaltet, aber dadurch nicht weniger spannend. Die Regeln sind in 5min erklärt und trotzdem fair.

Mehr Infos dazu findet man hier: Wikipedia



Mein Spiel

Und nun ergab es sich, dass ich mit ein paar Freunden mal wieder eine Runde spielen konnte. Und es muss ihnen wohl wie mir damals gegangen sein, sie waren sofort begeistert.

Nun waren meine Malkünste vor 20 Jahren so schlecht, dass ich froh bin, dass es davon (hoffentlich) keine dokumentierten Beweiße mehr gibt. Aber ein aktuelles Hero Quest unbemalt? Das kommt für mich nicht in Frage.

Die Miniaturen sind von 1989 und damit entsprechend einfach gestaltet, allerdings für die damalige Zeit sehr gut. Detailgrad und Robustheit werden hier gut vereint. Die unbemalten Figuren sieht man hier relativ gut. Enthalten Türen und Möbel siehe dem ersten Bild.



Bemalung

Nun ist es leider so, dass


  • a) wir bald wieder spielen wollen (und ich hierbei komplett bemalt auftreten möchte)
  • b) ich nicht wirklich viel Zeit in die Bemalung investieren möchte, bei diesen alten Miniaturen
  • c) sie auch nicht so über aussehen sollen, sondern mehr so, wie ich sie auch als Kind bemalt hätte


Daher habe ich mich entschieden die Army Painter Methode zu nehmen. Dies enthält nur wenige Schritte zur fertigen Miniatur.

  • zusammenbauen
  • grundieren
  • Grundfarben auftragen
  • Quick Shade auftragen
  • mindestens 2 Tage trocknen lassen
  • Mattlack auftragen
  • fertig

Hier die verfügbaren Quick Shades.


Ich habe für die Bemalung ausschließlich Dark Tone gewählt. Hier die Schritte am Beispiel eines Fimirs.


Zusammengebaut und grundiert.


Grundfarben




Quick Shade ordentlich aufgetragen.


Nach zwei Tagen trocknen und danach lackieren.




Alles bemalt...

Habe alles mal etwas arrangiert...











Und zum Abschluss...



Unglaublich aber war...



Samstag, 30. Mai 2015

Neues aus der Mechfabrik...frisches Material geplündert.

Vorwort

Mein aktuelles Bastelprojekt ist ein Projekt, was mir sehr am Herzen liegt. Ein guter Freund hat mir dafür eins seiner Modelle zur Verfügung gestellt.

Und zwar ist es ein "Tactical Pod Glaug" oder in Battletech Worten eine Marauder. Es handelt sich dabei um ein recht altes Modell der Firma Bandai im Maßstab 1:100.


Ich empfinde es eine große Ehre das Modell zu bauen und zu bemalen.




Erste Schritte

Ein kleiner Überblick und das "Befreien" der Gussrahmen.





Da ich mir noch nicht ganz sicher bin wie ich das Modell darstelle, baue ich erst einige Module zusammen und gestallte das gesamte Modell beweglich. Da es sich bei dem Modell eigentlich um ein Spielzeug handel, ist dies möglich.



Die ersten Teile sind fertig.


Individualisierung und Kampfschäden

Das Modell soll in einem Diorama dargestellt werden. Sprich ein gestaltetes Base und soll auch einige "Kampfschäden" erhalten. Abnutzung, Rost, Kratzer usw. werde ich dabei malen, aber einige Schäden wollte ich auch direkt darstellen.

An einer der Waffen soll ein Loch entstehen, durch welche man das Innenleben durchsieht (wodurch auch immer ausgelöst). Dazu schnitt ich ein Loch in eine Außenwand und verwendete auch gleich einige der ausgeschnittenen Teile um aufgebogenes Metall darzustellen. Dadurch soll der Eindruck geweckt werden, das drinnen etwas explodiert ist. Das Loch gestalte ich mit Kabel, Draht und Kabelbinder. Letzte kleinen Löcher werden durch etwas Küchenpapier geschlossen.





An einem Bein trenne ich sauber einer der Wartungsplatten ab und gestalte den Hintergrund ähnlich wie den Arm. Nur diesmal ganz sauber.


Theoretisch ist hier natürlich noch viel mehr möglich. Von abgetrennten Gliedmaßen, über frei gelegte Myomerfasern bis hin zu aufwendiger Oberflächenumgestaltung ist alles machbar. Allerdings hat mich der Besitzer darum gebeten, dass Modell möglichst wenig in seiner reiner Form zu verändern. Daran halte ich mich natürlich gerne.


Abschließender Zusammenbau

Im Anschluss baue ich das restliche Modell zusammen. Dabei lasse ich alle beweglichen Teile flexibel.


Am Ende bleiben fünf Module über:

  • der Torso mit bewegliche Autokanone und drehbarer Hüfte
  • zwei Beine, voll beweglich
  • zwei Arme, voll beweglich



Und hier schon einmal das Modell zusammengesteckt.




Zukunft und erstes Fazit

Die nächsten Schritte sind:
  1. Modell von den Graten und Fehlern befreien die durch Zusammenbau bzw. das Modell an sich entstanden
  2. kleinere Kampfschäden anbringen
  3. Base bauen und gestalten
  4. festlegen der Position des Modells und fixieren der Gelenke
  5. Bemalung
Punkte 1 bis 4 sind dabei die Schritte für die nächste Bastelaktion.

Abschließend muss ich sagen, dass die Qualität des Bausatz erstaunlich gut ist. Sicher der Detailgrad ist nicht gigantisch und es entstehen durch den Zusammenbau neue Grate. Aber das Modell ist sehr stabil, enthält praktisch keine Guss bedingte Grate und ist erstaunlich pass genau.



Dienstag, 29. Oktober 2013

Misery loves Company...


Mein Fazit zu "The Walking Dead" dem Spiel


Spieleoscar, atemberaubend, fantastisch usw. sind Worte welche man zu "The Walking Dead" (TWD) mehr als einmal hört. Aber wird auch das Spiel dem gerecht?


A new day


Dieser Artikel wird keine Spoiler enthalten, ist damit auch von jedem lesbar, der das Spiel noch nicht kennt.

Desweiteren ist das Spiel erschienen für PC, iOS, PSN, XBLA, Vita und ab Q1 2014 auch für Ouya, diesem Artikel liegt die PC Fassung zu Grunde.

Das Spiel ist vollständig in englisch vertont, dank Untertitel aber auch ohne perfektes English verständlich. Das Spiel erzählt einen eigene Handlung und ist relativ unabhängig zu Comic bzw. Serie. Es hat fünf Kapitel und aktuell einen möglichen DLC. 

Für ca. 25€ ist es bei Steam erhältlich, allerdings auch oft in Rabattaktionen enthalten. Die Spielzeit beträgt ca. 13-20h. Ein zweite Staffel ist bereits angekündigt.


Starved for help


Die Welt von TWD ist eine, wie wir sie schon von vielen Filmen, Büchern und Spielen kennen. Die Zombie Apokalypse. Aber TWD macht einen entscheidenden Punkt anders. Es ist echt! Reale Bedrohung, kein Slapstick, echte Gefühle, keine (sehr wenige) supercoolen Zombieschlächter und echte Bedrohung.

In diese furchtbar lebensverneinende Welt werden wir hineingeworfen und spielen den Protagonisten Lee. 


A long road ahead


Nun gut ohne etwas zu verraten geht es leider doch nicht. Aber dies ist kein wirkliches Geheimnis und ich bezweifle, dass man es irgendwie verpassen kann.

Und zwar ist dies Clementine. Ein acht Jahre altes Mädchen, welches ihr zum Beginn des Spiel trefft und aus der daraus folgenden Beziehung beider, entwickelt sich ein zentraler Ankerpunkt des Spiels. Und bereits in diesen ersten Minuten zeigt sich die Qualität des Spiels. Einfache Steuerung, kurze nicht zu schwere Quick Time Events, viele Entscheidung und viele Dialoge.


Around every corner


Richtig! Viele Dialoge. Denn TWD ist kein Zombieschlachtspiel, sondern erzählt eine Geschichte. Es ist somit Rollenspiel, Adventure und interaktiver Film in einem. Und es gelingt TWD mit erschreckender Präzession all dies unter einen Hut zu bekommt.

So haben wir oft genug die Möglichkeit uns zu entscheiden was wir tun, manchmal mit und manchmal ohne Zeitdruck. Unserer Entscheidungen beeinflussen wie es in der Geschichte weiter geht. Wie die Beziehung anderer Überlebender zueinander ist. Sprechen wir intensiv mit jemandem über seine Vergangenheit so führt das Spiel dies stetig mit sich. In wie weit solche Dinge spätere Entscheidungen beeinflussen ist schwer zu sagen. Ich hatte allerdings nie das Gefühl, dass etwas unstimmig war. Bei Entscheidungen hat man die Wahl zw. 2-5 Möglichkeiten welche aber stets stimmig waren. Nur selten vermisste ich eine Möglichkeit. Auch die Handlungen danach passen ins Bild.

Gerade die Auswirkungen auf die anderen Charakter die ihr im Verlauf des Spiels trefft und deren Gefühlslage, machen es oft schwer die "richtige" Entscheidung zu treffen. Den diese gibt es meist nicht. Dadurch gelingt es TWD die Geschichte glaubhaft zu erzählen, wie ich es vorher in noch keinem anderen Spiel erlebt habe. Selbst minutenlange Dialogszenen werden nie langweilig.

Und wo sind den die Zombies? Dies sind vorhanden und ihr seht sie auch oft genug. Allerdings ist die Interaktion mit ihnen auch recht einseitig, weswegen TWD seine wahre Stärke aus dem Zusammenspiel der Charakter zieht.


No time left


Verdient TWD die über 90 Game of Year 2012 Auszeichnung nun wirklich? JA!

Bisher hat es kaum ein Spiel geschafft mich sosehr zu beeindrucken und mich derart in Bann zu ziehen. Wer die Welt von TWD mag, wird diese Spiel lieben!

Und noch zwei kleine Tipps:
  • spielt Kapitel immer komplett und wer nicht auf Cliffhanger steht sollte genung Zeit mitnehmen 4 und 5 nacheinander spielen zu können
  • Rewinded die Geschichte nicht!


400 Days


Hier mein Fazit zum DLC und die Kritik am Spiel gesamt. Da es hier nicht ohne Spoiler geht ist der folgenden Text eingefärbt. Wenn ihr ihn markiert könnt ihr ihn trotzdem lesen.


Der Adventurepart ist stiefmütterlich behandelt. So geht es nie darum herauszufinden wie man den Nagel in die Wand bekommt. Sondern einfach darum den Hammer zu finden. Ein Stein oder Rohr als Alternative vermisst man. Aber dieses Manko geht im Spiel unter und ist mir erst danach wirklich bewusst geworden.

Manche Entscheidungen haben keinen Einfluss auf das Spiel, suggerieren dies aber. Dies fällt natürlich nur nach einem Rewind auf, diese sollte daher unterlassen werden. Ohne Rewind fällt es nicht auf, da die Art der Entscheidung und die Reaktion stimmig ineinander laufen.

Der DLC ist ok. Sicherlich werden einige Situationen wie sie in der Welt von TWD geschehen können gut dargestellt. Dabei fehlt aber manchmal die Zeit die Charakter zu verstehen. Auch fehlt hier die Möglichkeit der Interaktion zu oft. So dass man in Entscheidungen gezwungen wird, die man vorher gern umgangen wäre.
Der DLC ist soweit ganz ok, notwendig ist er allerdings nicht. Auch wertet er das Spiel nicht auf, aber auch nicht ab.

Montag, 29. April 2013

Wie aus einem Guß...


Das Modell


Nach den ersten Konzeptskizzen
habe ich ein erstes Modell erstellt.
Da Ü-Eier doch etwas größer sind wurde es ein aufrecht stehender Tank und das Wartehäuschen entfiel. Dafür gabs ein paar Rohre. Leider hat sich hier ein Hohlraum eingeschlichen (oben zw. den Rohren). Dies sollte sich später rächen.


Die Form

Aus einem Stück Pappe (Cornflakesverpackung) einen kleinen Zylinder gemacht, auf doppelseitiges Klebenband. Modell rein und die Formmasse angemischt 1:1. Dann langsam einlaufen lassen und 1-2h warten.

Die Außenwand ist etwas dick geworden, was das Entfernen des Modells etwas schwierig macht, aber es ging noch. So sieht die Form aus.




















Gießen

Auch hier wieder nach Anleitung das Resin angemischt 1:1. Dazu beide Komponenten in Spritzen und in einem Mischbehälter angemischt und dann wiederum mit einer Spritze in die Forum eingegossen. Nach dem die Forum voll war, mit einen kleinen Stäbchen "umgerührt" um evtl. Blasen zu entfernen. Überstehende Resin abstreichen und wiederum 1-2 Stunden warten.























Ergebnis

Modell aus der Form entfernt und kleine Gußgrate entfernt (sehr wenig). Den Hohlraum zwischen den Rohren mit einem Messer wieder ausgeschnitten (geht am Anfang noch recht gut, das Resin noch etwas weich ist).

Ansonsten bin ich sehr zufrieden mit dem Ergebnis!

Hier der Vergleich...



















Im Nachhinein wäre es sicher besser eine Modell ohne Ü-Ei zu machen, da dies doch recht viel Resin verbraucht. Aber dafür ist es ein Prototyp